22.04.2020

Homeschooling und Beschäftigung der Kinder während der Arbeitszeit

Foto: Bilderbox

Die aktuelle Situation stellt Eltern vor eine nie da gewesene Herausforderung. Während viele im Homeoffice arbeiten, muss auch die Betreuung der Kinder sichergestellt und das Homeschooling umgesetzt werden.

Um Routinen zu etablieren, bietet sich ein fester Tagesablauf an. Verfügt dieser über Lernzeiten, Kreativzeiten, sowie Ruhe- und Entspannungszeiten und genug Bewegung, bringt er Ruhe und Struktur in den Familienalltag. Bekommen Kinder wiederkehrend bedingungslos in Momenten die Aufmerksamkeit der Eltern, gelingt es ihnen besser, sich auch phasenweise alleine zu beschäftigen. Auch bietet es sich an bestimmte Spielmaterialien in Kisten zu packen und regelmäßig zu tauschen. Stehen diese abwechselnd zur Verfügung gewinnen sie an Reiz.

Für die Schulkinder können zwei bis drei Lernzeiten am Tag etabliert werden, die ihnen helfen eine Lernroutine beizubehalten und die Aufgaben und Themengebiete bis zum Unterrichtsbeginn nach den Osterferien durchzuarbeiten. Dazu kann man die Kinder fragen wann ein guter Zeitpunkt am Tag wäre und gemeinsam Lernzeiten festlegen. Auch Lernpläne könne dabei helfen, den Lernstoff zu unterteilen und die Woche zu strukturieren. Je nach Alter fallen diese unterschiedlich aus.

Bei jüngeren Schulkindern ist es beispielsweise hilfreich den Lernplan detailliert zu schreiben, also wann mache ich welche Aufgabe welchen Faches. Auch bietet es sich an den Lernplan abwechslungsreich zu gestalten, unliebsame Aufgaben in Häppchen auf die Wochentage zu verteilen und genügend Pausen einzuplanen um die Motivation aufrecht zu erhalten. Um den Lernstoff zu festigen bieten sich Online-Lernspiele wie bspw. die „Anton App“ oder „Schlaukopf.de“ an. Das Kinderzimmer sollte in Funktionsräume unterteilt sein, neben einer Bauecke, Kuschelecke, Platz zum Phantasiespiel, sollte bei Schulkindern auch ein Lernplatz eingerichtet sein. Es bietet sich an, diesen am Fester einzurichten oder mit einer Schreibtischlampe auszustatten. Um optimale Lernbedingungen zu schaffen sollte der Schreibtisch möglichst wenige Ablenkungen bieten, also freie Flächen und einen festen Platz für wesentliche Lernutensilien geben.

Für Familien stellt die aktuelle Situation eine neue, bisher unbekannte Herausforderung dar, in der vieles ausprobiert werden muss, Kreativität aber auch eine möglichst gelassene Haltung gegenüber den Dingen die noch nicht optimal laufen, ist gefragt. Denn sowohl die Eltern als auch die Kinder benötigen Zeit sich auf die neue Situation einzustellen und neue Routinen zu etablieren.

Autorin: Stefanie Chafki, Caritas Heilbronn-Hohenlohe