29.04.2020

„Im Zweifel entscheide man sich fürs Richtige“

Foto: Bilderbox

Wir befinden uns zur Zeit in einer Situation, die keiner von uns in dieser Form bisher erlebt hat. Auf Erfahrungen lässt sich also nicht zurückgreifen. Wie schwer mag es daher für uns alle, ganz besonders natürlich für unsere Politiker sein, Entscheidungen zu treffen, möglichst die richtigen, um uns gut durch die Pandemie-Krise zu führen?

Entscheiden heißt verzichten. Wenn nun die Entscheidungsträger den Fokus auf die Gesundheit der Bevölkerung und das Gesundheitssystem richten, dann bedeutet die Kontaktbeschränkungen im Umkehrschluss ein drastisches Herunterfahren des Handels. Und dies hat vermutlich weitreichende Konsequenzen.

Umgekehrt: Lockerungen der Kontaktbeschränkungen entlasten die wirtschaftliche Situation, bringen aber wieder Risiken der vermehrten Ansteckungsmöglichkeiten mit sich.

Nun entscheide man sich möglichst für das Richtige! Wer weiß heute, was zukünftig richtig gewesen sein wird?

Was also niemandem hilft, ist hinterher zu sagen: "Ich hab’s doch gleich gewusst, dass man hätte anders entscheiden müssen."

Was hilfreicher wäre: Sich über die Schwierigkeiten, in dieser Situation einen guten Weg zu beschreiten, bewusst zu sein. Sich solidarisch hinter die von den Politikern mühsam getroffenen Entscheidungen zu stellen. Die Gewissheit zu haben, dass wir alle hinterher - hoffentlich wohlbehalten- um viele Erfahrungen und Kenntnisse reicher sein werden.

Autorin: Sabine Simpfendörfer, Caritas Heilbronn-Hohenlohe