Mitten im Leben - Aktive Vorsorge


Veranstaltungsreihe im Januar / Februar 2020 in Neckarsulm und Erlenbach


Mitten im Leben stellen sich erste Fragen über das Älterwerden und Sterben. Die eigene Vorsorge ist wichtig, um selbstbestimmt und mit wenig Angst dem Alter und dem Sterben entgegen zu gehen. Dazu ist es wichtig sich frühzeitig zu informieren über medizinische und ethische Fragen in einer Patientenverfügung, über Vollmachten oder über die oft plötzliche Situation der Pflege. Es geht um das Vererben und das richtige Verfassen eines Testaments. Dazu werden grundlegende Fragen besprochen. Ein weiteres Thema ist der Kommunikation innerhalb der Familie gewidmet. Wir wollen Wege aufzeigen wie eine gute Kommunikation gelingen kann und Mut machen, um dann persönlich die eigene Form zu finden.

Die Termine:

Rechtliche Aspekte am Lebensende

Donnerstag, 23. Januar 2020, 17.30 Uhr
Veranstaltungsort: Seniorenzentrum St. Urban
Talstraße 19, 74235 Erlenbach
Referent: Dr. Markus Kleine, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht, 2. Vorsitzender des Vereins Hospizdienst Weinsberger Tal e.V.

Wir leben alle in der Sorge, dass eines Tages über uns „fremdbestimmt“ wird und möglicherweise auch medizinische Behandlungen durchgeführt werden, die wir nicht wollen. Der Vortrag soll Klarheit bringen, wer für mich rechtlich wirksam handeln kann, wenn ich selbst dazu nicht mehr in der Lage bin, was bei einer Bevollmächtigung beachtet werden muss, wie eine Betreuung verhindert werden kann und wie durch eine wirksame Patientenverfügung Einfluss auf die medizinische Behandlung genommen oder ein Behandlungsabbruch bestimmt werden kann.


Medizinische und ethische Fragen am Lebensende

Donnerstag, 30. Januar 2020, 17.30 Uhr
Veranstaltungsort: Seniorenzentrum St. Urban
Talstraße 19, 74235 Erlenbach
Referent: Dr. Lorenz Esposito, Kardiologe im Plattenwald Krankenhaus und Mitglied des Ethikkomitees der SLK-Kliniken

Der Fortschritt der Medizin, vor allem der Intensivmedizin, macht es in zunehmendem Maße möglich, den Tod schwerkranker und leidender Menschen hinauszuschieben. Dabei besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass nicht alles, was die Medizin kann, auch tatsächlich durchgeführt werden soll. Das ethisch Richtige ergibt sich nicht zwangsläufig aus dem technisch Möglichen. Welche Behandlung macht wann Sinn und ist wann abzubrechen? Möglicherweise kann sich der Betroffene nicht mehr selbst äußern und damit nicht mehr selbst entscheiden. Doch an was soll man sich orientieren? Welche medizinischen Hilfen stehen mir am Lebensende zur Verfügung? Welche Überlegungen sind wichtig für meine medizinischen Behandlungswünsche? Was ist für mich Lebensqualität in der letzten Lebensphase? Wie möchte ich sterben?


Vererben und das Testament

Donnerstag, 6. Februar 2020, 17.30 Uhr
Veranstaltungsort: Seniorenzentrum St. Vinzenz
Spitalstraße 10, 74172 Neckarsulm
Referentinnen: Notarin Daniela Görlich, Weinsberg, Christine Grünemay-von Tils, Lebensfaden Caritas Heilbronn-Hohenlohe

Wie ist die gesetzliche Erbfolge? Welche Möglichkeiten habe ich meinen Nachlass zu regeln? Alles nach den persönlichen Wünschen geregelt zu wissen ist ein beruhigendes Gefühl. Die Referentin informiert Sie bei dieser Veranstaltung über alles Wissenswerte, das bei der Nachlassregelung und Testamentserstellung zu beachten ist. Sie erhalten Einblicke in die Gestaltungsmöglichkeiten eines Testaments oder Erbvertrags, so dass die persönliche und familiäre Situation, sowie rechtliche und steuerliche Regelungen beachtet werden können.

Darüber hinaus möchten wir Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie auch über das eigene Leben hinaus Zukunft aktiv gestalten und Ihre eigenen Werte weiterleben lassen können.


Kommunikation in der Familie – über Dinge, die nicht immer leicht sind

Donnerstag, 13. Februar 2020, 17.30 Uhr
Veranstaltungsort: Seniorenzentrum St.Vinzenz
Spitalstraße 10, 74172 Neckarsulm
Referentin: Theresa Hackmann, systemische Familientherapeutin, Künzelsau

An diesem Abend steht die Kommunikation in den Familien im Vordergrund. Wie kann es gelingen, zu einer zufriedenstellenden Verständigung zu kommen? Welche Faktoren fördern Sie und welche wirken sich störend aus? Wir sind alle von unseren Herkunftsfamilien geprägt. Wie sah es da mit dem Kontakt untereinander aus? Hier werden bedeutsame Weichen gestellt, die das ganze Leben prägen. Da ist es wichtig, sich der gewohnten Muster bewusst zu werden, um auch neue Versuche des Sprechens zu wagen. Wenn die Verständigung innerhalb der Familie schwierig erscheint, ist sie es erst recht, wenn brisante Themen angeschnitten werden, z.B. die Fragen am Lebensende oder die Vollmachtsregelung. Der Vortrags-und Gesprächsabend beschäftigt sich mit den Grundbausteinen einer gelingenden Kommunikation. Auf diesem Hintergrund wird ihre konkrete Umsetzung mit ihren Grenzen und Hindernissen in den familiären Kontexten zum Thema werden.


Hier geht es zum Veranstaltungsflyer

Kontakt:

Mario Ehmann
Seniorenzentrum St. Vinzenz
Seniorenzentrum St. Urban
Telefon 07132 9772-11
mobil: 0172 10 56 885
Fax: 07132 97 72 - 72
E-Mail: mario.ehmann@keppler-stiftung.de
www.st-vinzenz-neckarsulm.de

Kathrin Lehel
Caritas Heilbronn-Hohenlohe
Telefon 07131 89809-231
mobil: 0176 18980996
E-Mail: lehel.k@caritas-heilbronn-hohenlohe.de
www.caritas-heilbronn-hohenlohe.de

Diese Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der Caritas Heilbronn-Hohenlohe und der Paul-Wilhelm-von Keppler-Stiftung.

Die Teilnahme ist kostenlos - eine Spende ist aber erwünscht.