Richtfest für Inklusiva
5. März 2026 / Und schon wieder gab es einen Grund zum Feiern. Nach Spatenstich im Juli und Grundsteinlegung im September stand für das Bauprojekt Inklusiva in Öhringen jetzt das Richtfest auf dem Plan. Zahlreiche Gäste waren an den Cappelrain gekommen, um bei schönstem Wetter dieses Ereignis zu feiern.
Ulf-D. Schwarz, Leiter der Caritas-Region Heilbronn-Hohenlohe, und Pfarrer Steffen Vogt von der Kirchengemeinde St. Joseph begrüßten die Besucher*innen. Dass Inklusiva mehr als die beiden Gebäude ist, die hier entstehen, wurde auch in den Grußworten klar. Ulf-D. Schwarz schlug einen Bogen zum aktuellen Jahresthema der Caritas "Zusammen geht was - Caritas verbindet Generationen". Inklusiva sei ein Beispiel dafür, was gemeinsam geht. Sowohl in der Zusammenarbeit von Kirchengemeinde und Caritas als auch in der Wirkung in den Sozialraum und in das Quartier. Hier entstehe ein Ort, der vieles verbindet. Er dankte allen am Bau Beteiligten für die hervorragende und zügige Arbeit sowie der Stadt Öhringen für ihre Unterstützung.
Matthias Fenger bei seinem GrußwortCaritas Heilbronn-Hohenlohe
Matthias Fenger, Vorstand des Diözesancaritasverbandes, begann sein Grußwort mit einem Zitat von Pablo Picasso: "Ich suche nicht - ich finde. Suchen, das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden - das ist das völlig Neue!" Genau dies gelte auch für Inklusiva. Hier entstehe etwas völlig Neues, das auch für neue Wege in der Quartiersorientierung stehe. "Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer", griff er das Zitat von Picasso wieder auf. Man wolle sich vom Ziel ziehen lassen und damit neue Wege gehen. Dadurch entstehe eine eigene Dynamik.
Auf den gemeinsamen Weg, den auch die Stadt Öhringen gerne begleite, bezog sich auch Oberbürgermeister Patrick Wegener. "An diesem Standort entstehen neue Möglichkeiten für das Quartier", sagte er und betonte die wichtige Lage direkt am Rand der Innenstadt.
OB Patrick WegenerCaritas Heilbronn-Hohenlohe
Die Stadt sehe sich dabei als guter und verlässlicher Partner. Hier entstehe die Möglichkeit, Zusammenhalt und Vertrauen herzustellen. "Das ist heute wichtiger denn je", sagte er. "Zusammenhalt kommt nur, wenn wir einander kennen." Inklusiva sei dafür der richtige Ort. "Inklusiva ist ein Beispiel, wie man Vertrauen zurückgewinnen kann und wie man Großes im Quartier schaffen kann."
Wie ganz konkret dieser Ort und die Gebäude entstehen, erläuterte Uli Kälber, Geschäftsführerder Gottlob Rommel GmbH & Co. KG. "Wir können heute einen wichtigen Meilenstein der Projekts feiern", sagte er. Das Bauprojekt sei auch ein Beispiel für nachhaltiges Bauen mit seiner Hybridbauweise, eine Kombination aus Stahlbeton und Holzbaulösungen. Mehr als 100 Tonnen Betonstahl seien hier verwendet worden und mehr als 3.000 Tonnen Beton, teilweise nachhaltiger Recyclingbeton. Bei der Hybridbauweise würden die Materialien jeweils in den Bereichen eingesetzt, an denen ihre Vorteile am besten zum Tragen kommen. Dies führt zu Emissions- und Ressourceneinsparungen. Froh sei man, dass es zu keinen größeren Arbeitsunfällen gekommen ist. Uli Kälber dankte für die gute Zusammenarbeit im Planungsteam und das Vertrauen der Bauherren. Der Rohbau wurde termingerecht fertiggestellt. Bei einem weiteren planmäßigen Verlauf der Bauarbeiten könnte die Fertigstellung in 12 bis 14 Monaten abgeschlossen werden.
von links: Uli Kälber, Patrick Wegener, Ulf-D. SchwarzCaritas Heilbronn-Hohenlohe
Auf der Baustelle erlebten die Gäste dann den traditionellen Richtspruch vom Dach des Gebäudes. Florian Mairhofer, Geschäftsfeldleiter Holzhybridbau, hatte sich dafür seine traditionelle Zimmermannskleidung angezogen. Vor strahlend blauem Himmel flatterten bunte Bänder am Baum, der am Baugerüst befestigt war. Auch Pfarrer Steffen Vogt erklomm das Gerüst. Die Höhe machte ihm keine Angst. Neben Florian Mairhofer und Bauleiter Florian Krämer, ebenfalls in Zimmermannskleidung, sprach er den Segen für alle, die am Bau arbeiten und für die, die später die Gebäude nutzen werden.
Florian Mairhofer, Pfr. Steffen Vogt und Florian KrämerCaritas Heilbronn-Hohenlohe
Bei einer anschließenden Führung konnten die Gäste das Erdgeschoss besichtigen und noch einiges über das Gebäude und die späteren Nutzungen mit Pfarrbüro, Caritas-Zentrum, Begegnungsstätte, Apartments und Beschäftigungsangebot erfahren.